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DAZ - Deutsch als Zweitsprache

Seit der Gründung der Schule haben wir es als eine wichtige Aufgabe angenommen, Kinder, die aus anderen Kulturkreisen nach Wolfsburg gekommen sind, zu integrieren. Sie lernen oft erst in den Deutschkursen im Schulzentrum die deutsche Sprache und haben bei uns die Möglichkeit, ein Gymnasium zu besuchen und das Abitur anzustreben.

Seit einigen Jahren hat der Zuwanderungsstrom von deutschstämmigen Zuwanderern aus Osteuropa abgenommen. Dafür finden sich in Wolfsburg Familien aus verschiedenen Ländern, in denen der VW-Konzern tätig ist, in Wolfsburg ein, sog. Impatriates = Entsandte. Die Kinder dieser VW-Mitarbeiter sind schulpflichtig. Bei uns finden diese Eltern und Kinder ein seit vielen Jahren bewährtes integratives Konzept zum Erwerb der deutschen Sprache und zur Integration in den "normalen Schulalltag" vor. Dieses Konzept ist sowohl in der engen Kooperation zwischen  Wolfsburger Oberschule und  Albert-Schweitzer-Gymnasium im Schulzentrum Westhagen, als auch mit den verschiedenen Institutionen, die sich in Wolfsburg auch in die Arbeit mit Impatriates-Familien einbringen, abgestimmt.

Zudem verzeichnen wir seit einiger Zeit einen stärkeren Zuzug von Familien aus Südeuropa, die dauerhaft in Wolfsburg leben und bei verschiedenen Wolfsburger Unternehmen arbeiten. Den größten Anteil zugewanderter Mitschüler im Schulzentrum machen derzeit syrische Flüchtlinge aus. Sie müssen neben unserer Sprache auch unsere Schrift lernen, also alphabetisiert werden.

 

DaZ-Unterricht für Impatriates im Schulzentrum Westhagen

                                 DaZ = Deutsch als Zweitsprache

 Zielsetzung:

  • Die Schüler/ innen sollen sich im Schulzentrum Westhagen wohl fühlen, sie sollen das Gefühl haben, gerade in den ersten Wochen mit ihren Fragen und Problemen ernst genommen zu werden und einen festen Ansprechpartner/in zu haben.
  • Die Schüler sollen möglichst bald,  jedoch innerhalb von maximal zwei Jahren über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, um am Unterricht in der altersangemessenen Jahrgangsstufe  der passenden Schulform  begabungsgerecht gefördert werden zu können.
  • Die Schüler/innen sollen in den Schulalltag der Klassenkameraden integriert werden und Kontakte bzw. Freundschaften zu deutschsprachigen Mitschülern knüpfen können.

  Konzept:

  • Die Schüler/innen werden entsprechend ihres Alters und Lernstandes einer Regelklasse oder einer Sprachlernklasse zugeteilt
  • In den Sprachlernklassen werden nur neu zugewanderte Schüler unterrichtet. Sie haben neben Deutsch auch Mathematik, Erdkunde und Sport.
  • Sprachlernschüler/innen in den Regelklassen erhalten parallel zum Klassenunterricht wöchentlich etwa 10 Stunden DaZunterricht in Kleingruppen von etwa 10 Schüler/innen.
  • In der verbleibenden Unterrichtszeit nehmen die Schüler/innen an dem jeweiligen Klassenunterricht teil. Soweit es der Stundenplan zulässt, werden dann  Fächer erteilt, denen die Schüler/innen auch mit geringen Deutschkenntnissen folgen können (z.B. Sport,  Kunst, Musik, Mathematik, Englisch).
  • Für Schüler, die bereits zwei Jahre bei uns sind und bewertet werden müssen, bieten wir Förderunterricht in Deutsch an.
  • Mit Genehmigung der Landesschulbehörde führen wir Sprachfeststellungsprüfungen in der Muttersprache durch, die dann die verpflichtende zweite Fremdsprache im Gymnasium ersetzen kann.

 

Methoden:

  • Der Schwerpunkt des Unterrichts liegt auf dem mündlichen Sprachgebrauch. Da der DaZunterricht in den ersten Monaten des Deutschlandaufenthaltes der Schüler/ innen meistens der einzige Ort ist, an dem sie deutsch sprechen, versuchen wir, den Schülern möglichst viele Sprechanlässe zu schaffen.
  • Gerüst des Unterrichts bildet das Lehrbuch „prima“, das speziell an Jugendliche gerichtet ist und viele realistische Alltagssituationen aufgreift.
  • Neben dem Unterricht im Klassenraum finden auch kleine Unterrichtsgänge statt (Schulzentrum, Einkaufszentrum), in denen die Schüler/innen ihre bereits erworbenen Deutschkenntnisse anwenden sollen.
  • Zu dem Buch haben die Schüler/innen ein Arbeitsbuch, in dem sie entweder zu Hause oder im Unterricht im Klassenverband schriftliche Übungen zu Grammatik und Rechtschreibung erledigen.
  • Teilnahme am Projekt  Schule  und Zeitung   („Schulz“), Die Schüler erhalten sechs Wochen lang die Wolfsburger Nachrichten und können auch in Kooperation mit der Autostadt und der Braunschweiger Zeitung individuell ausgewählte Aufgabenstellungen dazu bearbeiten.
  • Teilnahme an Lernangeboten der Autostadt für den Bereich „ Deutsch als Fremdsprache“.