Skip to content Skip to navigation

Neues aus Benin

Geschrieben von: 

Neues aus Benin

Es ist an der Zeit, den Bericht über unsere sich entwickelnde Partnerschaft mit dem Collège der Stadt Agbangnizoun zu aktualisieren. In der Zwischenzeit ist viel passiert.

Der Schulleiter Herr Michel Agbokpanzo ist im Sommer 2015 in den Ruhestand gegangen und sein Amt wird nun von Herrn Rogatien Alligbe weitergeführt.

Die Französischgruppe Jg. 10 von Frau Veeh korrespondiert inzwischen seit fast 4 Jahren mit Schülerinnen und Schülern aus dem CEG. Die Französischgruppe aus dem Jahrgang 8 von Frau Woelk schreibt sich ebenfalls mit einer Gruppe von Deutschschülern aus Agbangnizoun (siehe Foto).

 

  Feb16 Klasse10

Leider wurde der für August/September geplante Besuch von den beiden Deutschlehrern aus politischen Gründen im Sommer 2015 ganz kurzfristig abgesagt. Wir erfuhren es erst drei Tage vor der geplanten Ankunft.

In Benin hatte es Gemeindewahlen gegeben und das Ergebnis dieser Wahlen war ein Bürgermeisterwechsel unmittelbar vor der Abreise der Beniner. Wegen dieses Wechsels und den damit verbundenen Umstrukturierungen wurde die Reise abgesagt bzw. verschoben.

Die Enttäuschung war riesig, denn wir hätten die Lehrer gerne näher kennengelernt und den Schülern vorgestellt. Außerdem hatten wir Unterkunft, Programm, ein kleines Praktikum und verschiedene Hospitationen mit Hilfe der Stadt Wolfsburg organisiert.

Nun müssen wir sehen, wie es weiter geht. Wer viel mit afrikanischen Ländern zu tun hat, weiß, dass man Geduld braucht und einen langen Atem.

 

Wie wurden unsere Sponsorengelder aus 2014 verwendet?

Um dies genauer in Erfahrung zu bringen, konnten wir auf die Hilfe von Herrn Heinz, der mit seiner Familie seit vielen Jahren in Benin lebt und Frau Krauß-Pötz, die 8 Jahre dort tätig war und immer noch zweimal im Jahr im Rahmen einer Entwicklungszusammenarbeit nach Abomey reist, zurückgreifen. Die Kontakte wurden uns über die Stadt Wolfsburg vermittelt. Beiden sind wir sehr, sehr dankbar für ihre ehrenamtliche Hilfe.

Herr Heinz und Frau Krauß-Pötz waren unabhängig voneinander insgesamt viermal vor Ort, um sich ein Bild zu verschaffen.

Hier eine kurze Zusammenfassung aus einem Bericht von Frau Krauß-Pötz:

 

Schule

Frau Krauß-Pötz hat sich im Laufe ihrer zwei Besuche des CEG die beiden neuen, mit Hilfe unserer Spenden errichteten Klassenräume und die Schule angesehen bzw. mit dem neuen Schulleiter gesprochen. Dieser würde die Partnerschaft gerne fortsetzen.

 

 

Aber diese Klassenräume sind kein kompletter Neubau. Die alten Dachkonstruktionen sind geblieben und auch die Pfosten standen bereits. Nur Fundamente für die Wände und die Wände selbst wurden gebaut. Der Boden ist noch nicht fertig. Dafür wurden ca. 1000€ ausgegeben.

Was zu tun bleibt ist: Nachbessern in der Stabilität, Verputzen, Boden begradigen und Fenster einsetzen. Das sollte mit dem Restgeld, ca. 1000€, geschehen, evtl. muss noch etwas zugeschossen werden. Aber trotz allem hat die Schule nun 2 Räume mehr, was gut für sie ist.

Ein kompletter Neubau von 3 Klassen in sehr gutem Zustand, mit Fenster und Türen, kostet in Benin etwa 6000 Euro.

 

Wenn wir das CEG weiter unterstützen wollen, dann wünscht es sich die Herrichtung eines Teils des Geländes als Sportfeld für den Sportunterricht und die Ausstattung des Laborraumes für Chemie, Physik, Biologie mit den erforderlichen Apparaturen und Geräten. Wie man sieht, gibt es bislang nur einen Raum (siehe Fotos).

 

Der Sportplatz wäre eine Sache, bei der die Schüler und Schülerinnen bzw. auch die Eltern mit Handanlegen könnten. Das ist in Benin nicht unüblich.

Es gibt derzeit 3 Deutschlehrer und mindestens 43 Schülerinnen, die Deutsch lernen.

Das Spendengeld wird von Herrn Heinz, der oben auf einem der Fotos zu sehen ist, verwaltet. Er hält den Restbetrag im Moment noch zurück, da die Arbeiten nicht sorgfältig ausgeführt wurden und erst einmal nachgebessert werden muss.

Wie man sieht, ist es nicht einfach und wir mussten feststellen, dass es sehr wichtig ist, regelmäßig jemanden vor Ort zu haben, der oder die Erfahrungen hat. Frau Krauß-Pötz und Herr Heinz können das aber nicht leisten.

Von daher versuchen wir jetzt Hilfe von SONAFA zu bekommen. Wer die Geschichte unserer Partnerschaft und unser Interesse an der Förderung von Schulbildung in Benin schon länger verfolgt, weiß, dass wir vor 5 Jahren bereits einmal eine Spende von 2000€ an diesen Verein übergeben haben.

Wer wissen möchte, was daraus geworden ist, möge bitte hier einmal nachschauen und bis zu dem Ort Hlanhonou runterscrollen:

http://www.sonafa.de/downloads/SONAFA_Praesentation.pdf

Dort wurden 2012 / 2013 insgesamt sechs Klassenräume und ein Lehrerzimmer gebaut. Ein Teil davon wurde von unserer Spende finanziert.

Hier ist eine Videodokumentation dazu: http://www.sonafa.de/video_2013.html

SONAFA ist inzwischen auch in der Gemeinde Agbangnizoun aktiv geworden. Ein Projekt, das wir in diesem Jahr dort unterstützen möchten ist das Folgende: http://www.sonafa.de/kinta.html

SONAFA verfügt über die Strukturen und die jahrelange Erfahrung beim Bau von Schulen in Benin. Eines der Vorstandsmitglieder von SONAFA ist Prof. Dr. Mensah Wekenon Tokponto von der Universität in Abomey, in der Nähe von Agbangnizoun. Er ist selbst ein ehemaliger Schüler „unseres“ CEG und hat sich unserer Sache angenommen. Wir sind sehr froh darüber und gespannt, wie es weiter geht.

Wir möchten in Zukunft weiterhin „unser“ CEG in seiner Weiterentwicklung und gleichzeitig die Arbeit von SONAFA unterstützen. So können wir sicher sein, dass unsere Spenden auch im Sinne von allen Schülerinnen und Schüler, ihren Eltern und Lehrern in Agbangnizoun und in Wolfsburg verwendet werden.

Frau Krauß-Pötz schreibt in ihrem Bericht: „Die jungen Leute dort haben Hilfe verdient, sie strengen sich an, haben Hoffnung.“

Es lohnt sich also, beim Sponsorenlauf so viele Runden wie möglich zu laufen. Es ist für eine wirklich gute Sache!

Wir werden auch weiterhin versuchen, die Deutschlehrer zu uns kommen zu lassen, damit auch sie sich einen Eindruck von uns verschaffen können. Und dann …. können auch hoffentlich einmal Schüler und Schülerinnen aus Benin zu uns kommen bzw. umgekehrt Schülerinnen und Schüler des ASG nach Benin reisen. Aber wir brauchen Geduld.

Wer Interesse an einem Briefpartner oder einer Briefpartnerin hat, möge sich bitte bei Frau Veeh oder Frau Woelk melden.

 

Tags: