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Philosophie

Philosophie- was ist das denn?

 

(Bildquelle: http://buckhorn.de/fileadmin/Entwicklung/public/philosophie2.gif)

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Wort  Φιλοσοφία  stammt von den alten Griechen, übersetzt heißt es „Liebe zur Weisheit“.

 Aha: Weisheit……- Weisheit??  Googlen wir bei wikipedia:

„Weisheit(engl. wisdom, altgr. σοφία, lat. sapientia, hebr. hokhmah) bezeichnet vorrangig ein tiefgehendes Verständnis von Zusammenhängen in Natur, Leben und Gesellschaft sowie die Fähigkeit, bei Problemen und Herausforderungen die jeweils schlüssigste und sinnvollste Handlungsweise zu identifizieren.“

Aha! Klingt echt nach Schule. Stimmt: kompliziert und wichtig! Die gute Nachricht dabei: Du lernst nicht Philosophie, sondern philosophieren: neugierig und wissbegierig sein bei Problemen, kritisch hinterfragen, reflektieren, pro und contra argumentieren,  nachdenken - und zwar in allen Bereichen, die uns Menschen betreffen, mit dem Ziel, uns selber und unsere Welt/Umwelt besser zu verstehen und uns dementsprechend überlegter verhalten zu können.

Der deutsche Philosoph Immanuel Kant hat die Bereiche der Philosophie in vier Fragen zusammengefasst:                                       

1.      Was kann ich wissen?  

Dies ist der Bereich der Erkenntnistheorie mit Fragen wie z.B.:

Woher kommt die Welt? Ist alles so, wie ich es sehe? Warum sagte Sokrates: „Ich weiß, dass ich nicht weiß“?!? Was kann ich wirklich wissen, was ist z.B. nur optische Täuschung? Wie entsteht überhaupt Wissen? Gibt es Erkenntnis nur durch Erfahrung? Woher weiß ich, dass jeder Ball rund ist? Und warum ist es logisch, dass die Straße nass ist, wenn es regnet?

2.      Was soll ich tun?            

Dieser Bereich der Ethik und Moral betrifft die Werte und Normen, nach denen wir leben und handeln, wie z.B.:

Ist gut das, was mir nützt? Darf ich lügen? Was ist gerecht-  Strafe oder Rache? Handle ich immer freiwillig? Haben alle Kulturen dieselbe Moral?

3.       Was darf ich hoffen?      

Dieser Bereich hat mit allem zu tun, was wir nicht rational, d.h. mit Verstand, Logik und Beweisen, erfassen können, also vor allem mit Glauben, Religion(en) und Fragen nach dem Sinn und der Zukunft , wie z.B:

Welche Jenseits-Vorstellungen gibt es? Wozu braucht der Mensch Religion und Glauben?

4.      Was ist der Mensch?      

Diesen Bereich nennt man Anthropologie, die  „Wissenschaft vom Menschen“; er umfasst  somit auch die anderen drei mit speziellen Fragestellungen, wie z.B.:

Ist der Mensch nur ein Tier mit Verstand? Was sind die genuin menschlichen Eigenschaften? Wie hat sich der Mensch entwickelt- vom Höhlenmenschen zum politisch mündigen Bürger und bis heute zum digitalen  Nerd in seiner net-community? Ist der Mensch von Natur aus gut, sozial und ehrlich?

Sich mit solchen Fragen zu beschäftigen, Probleme zu erkennen und mögliche  Lösungen und Konsens zu suchen, heißt philosophieren. Und philosophieren  kann Jeder, nicht nur Sokrates und Bart Simpson haben  bedenkenswerte Ansichten, in der Philosophiegeschichte kann man interessante Ansätze kennenlernen.  Das  erweitert auf jeden Fall unseren Horizont und soll dann im besten Fall für Jeden die Grundlage für vernünftiges und soziales Denken, Verhalten und Handeln sein;  non scholae, sed vitae discimus –„nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir“ meinte Seneca schon vor 2000 Jahren……

Na? Neugierig geworden? Lasst ihr euch auf dieses lohnenswerte  Abenteuer ein?

Nützliche Infos:

Am ASG kann/muss man ab dem 10./11. Jg. bis zum Abitur zwischen Religion, Werte und Normen und Philosophie wählen. Der Unterricht ist zweistündig mit jeweils einer  Klausur im Halbjahr und nicht als Abiturfach wählbar. Ausgebildete Philosophie-Lehrerinnen sind Frau Vogler und Frau Haulle-Kasten.

 

Neue Rahmenrichtlinien für das Fach Philosophie in der Gymnasialen Oberstufe sind noch in Arbeit;

zur Information zu Unterrichtsinhalten cf. das ASG -„Schulcurriculum Philosophie“.